Alles über unsere Alpen-Gletscher




Sölden Gletscher - Ötztal (Tirol)

Mit der Erschließung der beiden rund um Sölden im Tiroler Ötztal liegenden Gletscher, dem Rettenbachferner und dem Tiefenbachferner, wurde das Skigebiet um Sölden eines der größten Gletscherskigebiete Österreichs.

Sölden Gletscher Panoramablick
Sölden Gletscher in den Alpen © Ötztal Tourismus
2 bis 5 °C0 von 146 km Pisten geöffnet zum Pistenbericht

Vor allem der Rettenbachferner, der größere der beiden Gletscher, ist durch die regelmäßig stattfindenden FIS-Skiweltcup-Läufe bekannt, während in der Nähe des Tiefenbachferners die berühmte Ötztaler Gletscherstraße durch den höchstgelegenen Tunnel der Alpen führt.
Die bereits 1972 gebaute Gletscherstraße führt auf den Gaislachkogel und verbindet Sölden direkt mit den Skigebieten Rettenbachferner und Tiefenbachferner.

Söldens Gletscher und die BIG 3

Der Rettenbachferner liegt am Grat des Rettenbachjochs, das den Übergang vom Ötztal zum Pitztal markiert, und erstreckt sich seitwärts zwischen der inneren Schwarzen Schneid und dem Gaislachkogel auf einer Breite von insgesamt etwa einem Kilometer.
Der nebenan gelegene Tiefenbachkogel beherbergt den Tiefenbachferner, der als zweiter Gletscher zum Gletscherskigebiet Sölden gehört.
Alle drei Berge sind Dreitausender und werden deshalb auch als BIG 3 bezeichnet. Sie gehören zu den Ötztaler Alpen.

Die BIG 3

  • Gaislachkogl (3.058 m)
  • Tiefenbachkogl (3.250 m)
  • Schwarze Schneid (3.340 m)

Lage der Gletscher um Sölden

Open Street Map
Sölden Gletscher auf Open Street Maps

Bekannte Orte der Region

Die Gletschergebiete liegen oberhalb der Ortschaft Sölden, die zum Tiroler Bezirk Imst gehört. Die bekannten Nachbargemeinden sind Kaunertal und Längenfeld, St. Leonhard im Pitztal und Neustift im Stubaital.

Das kleine Dörfchen Kaunertal ist berühmt für sein Talmuseum, in dem die bäuerliche Lebensform der Regionanschaulich und umfangreich dargestellt und erklärt wird. In Längenfeld befindet sich der Aqua Dome, die größte österreichische Thermenlandschaft.

Die Gegend um Neustift im Stubai scheint das am frühesten von Rätoromanen besiedelte Gebiet in der Gegend zu sein, von dem viele geschichtliche Stätten und Museen Zeugnis ablegen. In allen Gebieten des Ötztales geht die Besiedelung allerdings nachweislich bis in die späte Steinzeit zurück. Auch der Fund des von Gletschern konservierten, aus der Bronzezeit stammenden "Ötzi" stammt aus der näheren Umgebung von Sölden.

Im Süden liegt bereits die Grenze zu Südtirol. Alle benachbarten Gemeinden in dieser Richtung, wie etwa das bekannte Schnals, Mals und Graun im Vinschgau liegen schon auf Südtiroler Boden.

Die Gemeinde Sölden

Hochsölden im Winter
Hochsölden im Winter © Hans-Joachim Schrieb, Creative Commons-Lizenz

Die 4.500 Einwohner zählende Gemeinde war bis zum Einsetzen des frühen Alpinismus mit dem Anfang des 20. Jahrhunderts noch ein kleines, bescheidenes Bergbauerndörfchen, geprägt durch ein hartes Leben für die Bewohner und nur mageren Erträgen aus der schweren Arbeit.

Mit der Verbreitung des Hochalpinismus als Breitensport begann der Aufschwung und seit der Eröffnung des Skigebiets rund um die Gletscher und der Verlagerung, vor allem auf den Wintertourismus, ging dieser Charakter verloren.
Auf die Einwohnerzahl kommt heute rund die vierfache Zahl an Gästebetten, was Sölden damit zu den beliebtesten Urlaubs-Zielen Österreichs macht.

Sölden im Winter
Sölden im Winter © Ötztal Tourismus

Die vielen einzelnen Weiler, die früher noch eigenständige Dörfer waren, haben sich nun zu einem einzigen Straßendorf zusammengeschlossen, und sind heute als Ortsteile der Gemeinde Sölden angegliedert.

Sölden ist heute alpin-modern und touristisch ausgerichtet. Der Ort selbst enthält neben der touristischen Infrastruktur mit Klettergärten und Tennisplätzen, sowie einigen Hallenbädern, auch einige sehenswerte historische Stätten und interessante Kirchenbauten.

Urlaub in Sölden

Die touristischen Möglichkeiten der Region um Sölden können im Sommer wie im Winter genutzt werden. Neben dem fast ganzjährig geöffneten Skigebiet stehen auch eine hohe Anzahl an Klettersteigen und nahezu 300 km Wanderwege zur Verfügung.

Viele der Wege sind dabei bereits seit Urzeiten die Transportwege der einheimischen Bevölkerung gewesen, auf denen mühsame Lasttransporte durch die majestätische Bergwelt ringsum geführt wurden.
Eine touristische Ausnahme im Gletscherskigebiet Sölden ist der auf 1.900 Metern höchstgelegene Ortsteil Vent. Das vor allem als Bergsteigerdorf bekannte Dorf ist ein Magnet für Bergsteiger, Kletterer und Sommertouristen.

Im Winter geht es in Vent gemütlicher zu, was das Dorf zu einem idealen Ausgangspunkt für Familien mit kleinen Kindern macht.

Gletscherski in Sölden?

Skifahren auf dem Sölden Gletscher
Skifahren auf dem Sölden Gletscher in den Alpen © Ötztal Tourismus

Neben dem qualitativ hochwertigen Wintersportangebot sind es vor allem die Vielzahl der Möglichkeiten und die insgesamt fast 150 km Pisten mit höchster Schneesicherheit, die jährlich zur Wintersaison auf die beiden Gletscher locken. Für Skilangläufer, Snowboarder und Freerider ist das Angebot exzellent.

Der Unterschied zu anderen Gletscherskigebieten in Österreich zeigt sich aber auch an vielen anderen Details: Die gesamte Umgebung des Skigebiets ist fast vollständig naturbelassen. Von insgesamt fast 500 Quadratkilometern ist lediglich knapp ein einziger bebaut - der Rest sind freiliegende Almen, Gipfel, Gebirge und Hochflächen.

Skiegebiet Teaser

Skigebiet auf dem Sölden Gletscher?

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