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Gletscher in Österreich

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Äußere Mullwitzkees

Südlich des Alpenhauptkamms und südöstlich des Hauptgipfels der Venedigergruppe, des Großvenedigers liegt das Äußere Mullwitzkees. Das Äußere Mullwitzkees ist ein Plateau- und Talgletscher, mit einer Gletscherfläche von über 3 km². Er weist eine Dicke von etwa 50 bis 70 Metern auf. Seit 2006 steht der Äußere Mullwitzkees unter besonderer Beobachtung in Hinsicht auf Veränderungen durch den Klimawandel.

Foto © Kogo Creative Commons Lizenz

Bliggferner

Der Bliggferner im Kaunertal ist seit einigen Jahren das Sorgenkind der Ortsansässigen und der Tourismusbranche. Der Hang unterhalb des Bliggferners rutscht im Zuge von Permafrost-Veränderungen mehrere Zentimeter pro Tag. Seit 2007 ist der Gletscher zerklüftet und von fallenden Gesteinsbrocken beschädigt. Der Bliggferner steht aus Sicherheitsgründen unter ständiger Beobachtung von Wissenschaftlern.

Brandner Gletscher

Rätikon ist eine Gebirgsgruppe der Alpen, in der sich der Brandner Gletscher (auch Brandner Ferner oder Schesaplana Gletscher genannt), direkt an der bekannten Mannheimer Hütte, befindet. Der Brandner Gletscher ist ein vergleichsweise kleiner Gletscher, mit einer Fläche von wenigen Kilometern. Innerhalb von 3 Jahren hat der Brandner Gletscher wegen der globalen Erderwärmung stark an Fläche verloren.

Eiskar

In den Karnischen Alpen, auf der Grenze von Österreich und Italien, liegt der Eiskar. Der Kargletscher liegt auf etwa 2.115 - 2.370 Metern Höhe und hält sich wegen seiner geschützten Lage vor Sonneneinstrahlung trotz Klimaerwärmung stabil. Der Eiskar wurde im Gebirgskrieg 1915 - 1918 des Ersten Weltkrieges erschlossen und im Zuge der Stellungsstrategie genutzt.

Foto © Osw Creative Commons Lizenz

Gaisbergferner

Der Talgletscher Gaisbergferner ist in Tirol gelegen. Genauer befindet er sich südöstlich des österreichischen Kirchdorfs Obergurgl. Der Gaisbergferner ist lediglich 450 Meter breit und 2,5 km lang. Genährt wird der Gletscher über den 3.237 Meter hoch gelegene Gaisbergjoch. Auch am Gaisbergferner macht sich die Gletscherschmelze bemerkbar; alleine im Jahr 2005 ging der Gletscher in der Länge um fast 3 Prozent zurück.

Gepatschferner

In den Ötztaler Alpen, südlich des Kaunertals, befindet sich der Gepatschferner auf 1.500 Metern Höhe. Der Gepatschgletscher bildet zusammen mit dem angrenzenden Kesselwandferner eine Fläche von rund 18 km². Seit den letzten 150 Jahren ist der Gepatschferner um etwa die Hälfte seiner Fläche geschrumpft. Der Umbau zu einem Skigebiet wird von Gegnern vehement bekämpft, da dies die natürliche Gletscherwelt stark beeinflussen würde.

Foto © Cactus26 Creative Commons Lizenz

Gosaugletscher

Der Gosaugletscher (auch Großer Gosaugletscher) befindet sich im Dachsteingebirge in Oberösterreich. Der Gosaugletscher liegt etwa 2.600 Meter über dem Meeresspiegel. In den letzten Jahren geht der Gletscher verstärkt zurück. Alleine im Jahr 2006 ist der Gletscher mehr als 17 Meter zurückgegangen. Unmittelbar neben dem Gosaugletscher befindet sich die Adamekhütte, welche ein beliebtes Wanderziel ist und beste Aussicht auf den Gosaugletscher bietet.

Foto © Hejkal Creative Commons Lizenz

Gurgler Ferner

Der Talgletscher Gurgler Ferner befindet sich in den Ötztaler Alpen, im österreichischen Bundesland Tirol auf einer Höhe von 2.270 bis 3.420 Metern.Mit einer Fläche von 9,58 km² ist der Gurgler Ferner der drittgrößte Gletscher in Österreich. In den letzten 125 Jahren hat der Gurgler Ferner eine Fläche von rund 3,5 km² verloren.

Foto © Cactus26 Creative Commons Lizenz

Hallstätter Gletscher

Der Hallstätter Gletscher (auch Karleisfeld) ist einer von drei Gletschern im Dachsteingebirge. Der Hallstätter Gletscher beginnt am Dachstein und wird durch den Schöberl und den Süd-Nord-Zug des Hohen Kreuzes abgeschlossen. In den Jahren 1856 bis 2007 verlor der Gletscher aufgrund der Erderwärmung mehr als 40 % seiner Gletscherfläche. Aktuell hat er eine Fläche von etwas mehr als 2 km².

Foto © Hejkal Creative Commons Lizenz

Hintereisferner

Der Talgletscher Hintereisferner ist mit 7,5 km² (Messung 2005) der größte Gletscher in Tirol. Auf einer Strecke von 7 km (Messung 2003) fließt der Hintereisferner ins Rofental. Seit dem 19. Jahrhundert ist der Hintereisferner ein begehrtes Forschungsobjekt für Wissenschaftler, welche das Abschmelzen und Wachsen in Sommer- und Winterzeiten beobachten.

Foto © Whgler Creative Commons Lizenz

Hintertuxer Gletscher

Der Hintertuxer Gletscher (auch Gefrorene-Wand-Keeses oder Tuxer Ferner) ist ein beliebtes Skigebiet auf einer Höhe von 3.250 Metern. Der Hintertuxer Gletscher befindet sich im Tuxertal in Tirol. Die Länge des Hintertuxer Gletschers beträgt 4 km, der Gletscher fließt dabei mit einer Geschwindigkeit von 40 Metern pro Jahr. Die beeindruckende Zahl von 190 km³ gibt die Eismenge des Hintertuxer Gletschers an. mehr →

Foto © Hintertuxer Gletscher

Kesselwandferner

Der Kesselwandferner liegt in Tirol nördlich des Alpenhauptkamms und neben dem Hintereisferner. Er hat eine Länge von 4,1 km und eine Breite von etwas weniger als einen Kilometer. Im Zuge der Erderwärmung nimmt die Fläche zunehmend ab [q80]. Der Fluchtkogel ist mit 3.497 Metern der höchste Punkt des Kesselwandferners.

Foto © Cactus26 Creative Commons Lizenz

Kitzsteinhorn Gletscher

Der Kitzsteinhorn Gletscher ist in Kaprun gelegen und ist das ganze Jahr für Skifahrer geöffnet. Wintersportler können auf etwa 3.000 Metern Höhe, 41 Pisten befahren. In den Sommermonaten sind immerhin noch 10 Pisten befahrbar. Seit 2004 wird hier verstärkt gegen die Gletscherschmelze durch den Klimawandel gekämpft. mehr →

Foto © Spiderfox Creative Commons Lizenz

Mittelbergferner

Der Mittelbergferner ist ein etwas weniger als 10 km² großer Gletscher, und damit der zweitgrößte Gletscher in Tirol. Er hat eine Länge von 6 km und eine Breite von etwa 1,65 km. Der Mittelbergferner ist besonders für Wintertourismus bekannt und bildet mit dem Skigebiet Riffelsee das Skigebiet Pitztaler Gletscher.

Foto © Cactus26 Creative Commons Lizenz

Mölltaler Gletscher

Der Mölltaler Gletscher, früher Wurtenkees, befindet sich in der Nähe der österreichischen Gemeinde Flattach und ist mit mehr als 50 Pisten ein äußerst beliebtes Skigebiet im Bundesland Kärnten. Der höchste Berg des Skigebiets ist der 3.120 Meter hohe Schareck. Seit den siebziger Jahren, hat sich der Gletscher so stark zurückgezogen, dass er schließlich in zwei Teile gebrochen ist. mehr →

Foto © Mölltaler Gletscher / Schultz Gruppe

Niederjochferner

Der Niederjochferner, auch Similaungletscher genannt, ist ein Gletscher in den Ötztaler Alpen und ist in den letzten 90 Jahren um etwa 2 km zurückgegangen. Früher war der Gletscher noch mit einem Gletscher am Tisenjoch verbunden, wurde jedoch durch den Rückgang von diesem getrennt. Ganz in der Nähe des Gletschers befindet sich die Fundstelle des Ötzis.

Foto © Kogo Creative Commons Lizenz

Obersulzbachkees

Der 13 km² große Obersulzbachkees befindet sich im Bundesland Salzburg und ist der größte Gletscher der Venedigergruppe. In der Vergangenheit ist der Obersulzbachkees stark zerfallen nd besteht nun aus mehreren Teillappen. In den achtziger Jahren befand sich noch in Eisbruch namens Türkische Zellstadt am Gletscher, welcher mittlerweile verschwunden ist.

Foto © Cactus26 Creative Commons Lizenz

Ochsentaler Gletscher

Der Ochsentaler Gletscher befindet sich im österreichischen Bundesland Voralberg am Rande der Ochsenspitze. In den letzten Jahren ist der Gletscher aufgrund der globalen Erderwärmung stark zurückgegangen und weist mittlerweile viele Gletscherspalten auf. Dem Gletscher entspringt die über 70 km lange Ill als größter Nebenfluss des Alpenrheins.

Pasterze

Die Pasterze ist ein Gletscher mit 9 km Länge und einer Fläche von weniger als 30 km². Die Pasterze hat seit 1970 stark an Fläche verloren, hat aber immer noch den Titel „Größter Gletscher Österreichs“ verdient [q100]. Die Pasterze gehört zum Nationalpark Hohe Tauern und ist ein hervorragend erforschter Gletscher. Der Gletscher wird seit 1850 erforscht.

Foto © MatthiasKabel Creative Commons Lizenz

Rettenbachferner

Der Rettenbachferner liegt auf 2.671 Meter Höhe und ist ein 2 km langer und 1 km breiter Gletscher in Tirol im Ötztal. Der Rettenbachferner gehört zu dem Skigebiet Sölden und ist per Lift und Gletscherstraße erreichbar. Letztere verbindet den Rettenbachferner mit dem anliegenden Tiefenbachgletscher.

Foto © Ulflulfl Creative Commons Lizenz

Schladminger Gletscher

Der Schladminger Gletscher ist der kleinste von den drei Gletschern des Dachsteingebirges in Österreich. Die ursprünglich 3,1 km² große Eisfläche des Schladminger Gletschers ist seit den achtziger Jahren um ein Drittel zurückgegangen. In der jüngeren Vergangenheit hat sich die Schmelzgeschwindigkeit jedoch reduziert. In den neunziger Jahren gab der Gletscher eine altertümliche Siedlung aus der späten Bronzezeit preis.

Foto © Hejkal Creative Commons Lizenz

Schlatenkees Gletscher

Der Schlatenkees ist ein Talgletscher und Teil des Nationalparks Hohe Tauern. Seine Fläche betrug 1986 etwa 9 km². Seit 1850 geht der Gletscher mehr oder weniger kontinuierlich zurück und ist heute so klein, wie er seit tausenden Jahren schon nicht mehr war. Sein imposanter Schliff lockt Fotografen auf der Suche nach beeindruckenden Motiven an, denn der Schlatenkees ist als einer der schönsten Gletscher in Österreich bekannt.

Foto © Rafael Brix Creative Commons Lizenz

Schnalstaler Gletscher

Der Schnalstal Gletscher (auch Hochjochferner) erstreckt sich mit einer Fläche von rund 185 Hektar und einer Länge von 3.5 Kilometern über eine Höhendifferenz von insgesamt 940 Meter. mehr →

Foto © Whgler, Svíčková Creative Commons Lizenz

Schwarzmilzferner

Vor einigen hundert Jahren besaßen die Allgäuer Alpen noch drei Gletscher, heute sind zwei von ihnen abgeschmolzen. Übrig geblieben ist der Schwarzmilzferner, der sich an der Grenze zwischen Deutschland und Österreich befindet. Der Schwarzmilzferner hat eine Fläche von ungefähr 90.000 m² und weißt weder Gletscherfließen noch Gletscherspalten auf. Aktuellen Messungen zu folge, ist der Schwarzmilzferner stark von der Erderwärmung bedroht.

Foto © Kauk0r Creative Commons Lizenz

Stubaier Gletscher

Stubaier Gletscher bezeichnet ein Skigebiet in den Stubaier Alpen mit einer Fläche von 7 km², welche wiederum in die 5 einzelnen Gletscher Windachferner, Fernauferner Gaiskarferner, Eisjochferner und Daunferner aufgeteilt werden kann. Der höchste Punkt des Stubaier Gletschers liegt auf 3.341 Metern auf der Stubaier Waldspitz. mehr →

Sulzenauferner

Der Sulzenauferner ist der größte und markanteste Gletscher in den Stubaier Alpen und erstreckt sich mit seinen wuchernden Eiskaskaden auf dem über 3.500 Meter hohen Zuckerhütls. In den letzten 150 Jahren hat der Gletscher viel Masse verloren. Wie bei der Mehrzahl der Alpen-Gletscher, macht dem Sulzenauferner besonders die aktuelle Entwicklung der globalen Erderwärmung zu schaffen.

Foto © Hejkal Creative Commons Lizenz

Tschachferner

Der etwa 8 km² große Tschachferner befindet sich in den Tiroler Alpen. Die Gletscherzunge ist in den vergangenen 45 Jahren um 0,7 km zurückgegangen, wobei sich die Gletscherzunge aufgrund der globalen Erderwärmung innerhalb von zwei Jahren, von 2004 auf 2005, um mehr als 0,1 km zurückgezogen hat. Allmählich legt der schmelzende Gletscher eine Boeing B-17 frei, welche während des zweiten Weltkriegs abgestürzt ist.

Foto © Sascha Esters Creative Commons Lizenz

Übergossene Alm

Der außergewöhnliche Gletschername "Übergossene Alm" bezeichnet einen Plateaugletscher in den Berchtesgadener Alpen der Nördlichen Kalkalpen. In den vergangenen 125 Jahren ist die Übergossene Alm von 5,5 km² auf 1,5 km² geschmolzen. Über die Entstehung des Gletschers rankt sich die Sage „Übergossene Alm am Hochkönig“ [q110], welche sich aus wissenschaftlicher Sicht auf eine Eiszeit vor 1.000 Jahren bezieht.

Foto © Sascha Esters Creative Commons Lizenz

Vernagtferner

Der Vernagtferner ist ein Gletscher im österreichischen Tirol und hat eine Fläche von etwas weniger als 8 km². Seit den Sechzigern ist der Vernagtferner ein begehrtes Objekt für Glaziologen und daher sehr gut erforscht. Um zu verhindern, dass sich der Gletscher soweit zurückzieht, dass bald nur noch eine Moränenlandschaft zurückbleibt, ist eine lang anhaltende Kälteperiode mit ausreichend Niederschlag von Nöten.

Foto © Cactus26 Creative Commons Lizenz