Schneeformen

Entstehung von Schneeflocken

In Wolken bilden sich feine Eiskristalle an Staubteilchen, wenn die Temperatur unter null Grad Celsius sinkt. Nur 0,1 Millimeter groß sind diese zu Beginn, aber sie wachsen durch die Anlagerung weiterer Wassermoleküle. Durch die Form der Wassermoleküle bilden sich typische sechsstrahlige oder sechseckige Strukturen, die sich ineinander verhaken oder festfrieren können und so Schneeflocken von 1 bis 3 Zentimeter entstehen. Der Durchmesser einzelner Schneesterne beträgt nur 1 bis 5 Millimeter, von denen keiner einem anderen gleicht. Wenn das Thermometer Temperaturen um die null Grad Celsius anzeigt, entstehen feuchte und schwere Flocken, wobei die Kristalle durch Wassertropfen verbunden werden. Die Form des Schnees hängt von der Temperatur in der Wolke, in der Luft, am Boden und von den Windverhältnissen ab.

Metamorphose

Der Schnee beginnt sofort sich zu verändern, wenn er am Boden liegt. Spitzen und Vertiefungen gleichen sich aus, nachdem die feinen Verästelungen verschwunden sind. Dabei sinkt das Volumen und die Dichte nimmt zu. Diese Metamorphose verläuft bei höherer Temperatur wesentlich schneller. Wenn null Grad Celsius überstiegen werden, schmilzt der Schnee, wobei sich die Poren im Schnee mit Wasser füllen und ihn schwerer machen. Falls das Wasser danach wieder einfriert, verharscht der Schnee und oberflächlich bildet sich eine feste Kruste. Wiederholt sich dieser Vorgang sehr oft, entsteht Firn (mehrjähriger Altschnee). Die stabile Schneedecke ist besonders bei Skifahrern sehr beliebt, wenn die Oberfläche durch die Sonne nicht mehr zu hart ist.

Schneearten

Die verschiedenen Schneearten kann man nach zwei Kriterien in Gruppen aufteilen. Das erste Kriterium ist das Alter. Bei Neuschnee sind die Eiskristalle noch fein verzweigt. Er ist frisch gefallen und maximal drei Tage alt. Altschnee liegt dagegen schon mindestens drei Tage und seine Kristalle sind wegen des Drucks eher abgerundet. Harsch ist Altschnee mit einer festen, gefrorenen Schicht, die unterschiedlich dick sein kann, wobei der untere Schnee pulverartig bleibt. Mindestens ein Jahr alt ist Firnschnee. Er hat eine höhere Dichte, da die feinen Eiskristalle zu großen Eisbrocken verschmolzen sind. Im Laufe der Zeit können Gletscher aus Firn entstehen. Das zweite Kriterium der Schneearten ist die Feuchtigkeit. Am trockensten ist Pulverschnee. Er hat eine sehr geringe Dichte und klebt selbst unter Druck nicht zusammen. Feuchtschnee oder auch Pappschnee klebt dagegen bei Druck zusammen und ist deshalb für Schneebälle und Schneemänner am besten geeignet. Sehr schwer und nass ist Sulz, auch Nassschnee genannt. Er klebt auch zusammen und aus ihm kann man sogar Wasser herauspressen. Faulschnee besteht aus Wasser und großen Schneebrocken und ist daher Schneematsch, der nicht mehr gut zusammenhält.