Aletsch Gletscher

Der Gletscher

Im Zentrum der Schweizer Alpen liegt der Aletschgletscher, der mächtigste Gletscher der Alpen. Mit etwa 23 Kilometern Länge bedecken die 27 Milliarden Tonnen Eis eine Fläche von 85 km². Am Konkordiaplatz ist es bis zu 900 Meter dick. Nördlich des Gletschers befinden sich die bekannten Gipfel von Eiger, Mönch und Jungfrau, südlich endet er in der Massaschlucht, von wo aus das geschmolzene Eis ins Rhônetal fließt. Das Finsteraarhorn ist mit 4274 Metern über dem Meeresspiegel die höchste Erhebung, jedoch mit Seil- und Bergbahnen perfekt erschlossen. So ist es möglich, den Gletscher von allen Seiten zu bestaunen und sogar zu bewandern. Am unteren Ende der Gletscherzunge befindet sich der Aletschwald. Dort stehen uralte Arven und Lärchen.

Außerdem tritt am sogenannten Gletschertor das milchige Gletscherwasser aus dem Gletscher aus und fließt in den Stausee. Jedoch verliert der Aletschgletscher, der aus drei zusammengeflossenen Gletschern besteht, jedes Jahr einige Meter an Länge und die Eisdicke nimmt ab. Empfohlen werden die beiden Aussichtsberge. Mit der Gondel kommt man auf das 3000 Meter Hohe Eggishorn und mit der Bahn auf das um 2500 Meter höhere Jungfraujoch.

Weltnaturerbe

2001 wurde der Aletschgletscher und seine Umgebung (insgesamt 539,33 km²), dank der landschaftlichen Einzigartigkeit, von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt. Mehr als 50 Prozent dieses Gebietes befindet sich in mehr als 2800 Metern Höhe. Auch der Aletschwald an der Gletscherzunge gehört dazu.

Sportliche Aktivitäten

Bereits ab Anfang November fällt Schnee und man kann in einem der drei Skigebiete Wintersport betreiben: Belalp, Riederalp, Rosswald. In diesen Ski- und Langlaufparadiesen gibt es kaum Staus an Skiliften und Sesselbahnen und überfüllte Loipen findet man dort ebenfalls nicht. Eltern können ihre Kinder zu einer Ski- oder Snowboardschule bringen, die auf verschiedene Altersklassen zugeschnitten sind. Auch die speziellen Schlittenwege, Skipisten, Spielplätze und das Animationsprogramm bringt den Kindern Spaß und die Eltern können sich in dieser Zeit erholen oder selbst die verschiedenen Pisten ausprobieren. Das nötige Equipment kann man vor Ort in einem der Sportgeschäfte ausleihen.

Eine zweitägige Wanderung ist unterhalb des Jungfraujochs in Richtung Süden möglich. Bei gutem Wetter kann man auf dem Großen Aletschgletscher bis ins Rhônetal hinunter laufen. Wie bei allen Hochgebirgstouren sollte diese Wanderung nur in Begleitung eines Bergführers stattfinden, hinter dem man aus Sicherheitsgründen angeseilt läuft. Die Strecke führt an mächtigen Viertausendern vorbei, bis zur Konkordiahütte in 2850 Metern Höhe. Dort wird übernachtet und am nächsten Morgen geht die Wanderung weiter, im Zickzackkurs um tiefe Spalten im Eis und an den Gletschertischen vorbei. Das sind Felsplatten, die auf einem Sockel aus Eis stehen.

Die 1050 Meter hoch gelegene Ortschaft Grindelwald ist ein bedeutendes Touristenzentrum. Noble Herbergen befinden sich hier in der Hauptstraße. Durch das Wander- und Skiparadies entstand der hohe Bekanntheitsgrad. Außerdem ist der Ort ein Knotenpunkt für Berg- und Seilbahnen, die in Richtung des Hochgebirges fahren und Ausgangspunkt vieler anspruchsvoller Expeditionen sind. Darunter sind Touren auf den Eiger, den Mönch oder auf den Gipfel der Jungfrau mit einer Höhe von 4158 Metern.

Sehenswert sind auch die Trümmelbachfälle. Über diese stürzen die Fluten der nördlichen Jungfrauregion ins Lauterbrunnen-Tal. Die gigantischen Wasserfälle haben sich ihren Weg durch den Fels gegraben und sind heute als eine Touristenattraktion für die Öffentlichkeit zugänglich. Ein riesiger Aufzug befördert die Gäste hundert Meter höher durch das Innere des Berges. Oben angekommen, geht man über einen schmalen Weg zu den schönsten Aussichtspunkten. In dieser Gegend gibt es auch Wasserbecken, in denen man tauchen kann. Abenteuergefühle werden bei einer geführten Wanderung durch Tunnel und über alte Wasserverbindungswege geweckt.

Die Exkursionen in den Aletschwald am Gletschertor, wo das Gletscherwasser in einem großen Stausee aufgehalten wird um Energie zu gewinnen, sind ebenfalls unterhaltsam.

Ausflugsziele

Die Riederalp ist im Winter ein Skiparadies und im Sommer ein beliebter Ausgangspunkt für Bergwanderungen. Ein Pfad führt zur Villa Cassel, in der sich heute die Naturschutzorganisation Pro Natura befindet. Diese bietet Ausflüge in die Umgebung und zum Gletscher, Workshops, Weiterbildungen und Familienaufenthalte an. Ebenfalls gibt es einen schönen Alpengarten bei der Villa.

Eines der schönsten schweizer Bergtälern ist das Lötschental, das zwischen den Berner- und Walliser Alpen liegt. Dieser schöne Urlaubsort für Wander- und Naturfreunde, mit 200 Kilometer Wanderwegen, lohnt sich besonders für Frühaufsteher. Dann kann man sich zur Wildbeobachtung begeben, wobei man des öfteren auf seltene Steinböcke, Hirsche, Rehe und Murmeltiere trifft. Aber auch die alten Holzhäuser sind sehenswert. Einige davon stammen aus dem 16. Jahrhundert.

Die Fahrt mit einer Bergbahn bis auf das 3454 hohe Jungfraujoch, die höchstgelegene Bahnstation Europas, ist ein wunderbares Erlebnis und dauert etwa eineinhalb Stunden. In gemächlichem Tempo fährt man an eindrucksvollen Kulissen vorbei. Am Bahnhof „Kleine Scheidegg“, inmitten grüner Almwiesen, steigt man in die Jungfraubahn um, deren Strecke zum größten Teil durch einen Tunnel führt. An zwei Aussichtspunkten hält die Bahn, dass man durch ein Fenster die Aussicht auf die schweizer Bergwelt genießen kann. Auf dem Joch befindet sich ein Touristenzentrum mit Restaurants, sogar einem Panoramarestaurant, Aussichtsterrassen und einer Gletschergrotte. Es wurden Gänge ins Eis gehauen, die zu einem Saal führen. In diesem kann man sich Skulpturen aus Eis betrachten. Aber auch Schlitten- und Skifahren ist auf dem Jungfraujoch möglich, wo ebenfalls Hochgebirgstouren starten.

Von der Lift- und Restaurant-Station des Eggishornes aus gelangt man innerhalb einer Viertelstunde auf den 2926 Meter hohen Gipfel, was jedoch nur für geübte Bergsteiger zu empfehlen ist. Die Aussicht aus dem Berg-Restaurant beinhaltet fast den gesamten Aletschgletscher.

Außerdem ist das Stockalper Schloss und der Murmeltierpfad, mit einer Wanderzeit von etwa 40 Minuten, sehenswert. Dieser ist vor allem für Kinder interessant und von der Bettmeralp aus mit dem Schönbiellift zu erreichen. Entspannen kann man sich im Thermalbad in Brigerbad, das von Mitte Mai bis Mitte September geöffnet hat.

Kinder

Im Sommer findet jeden Mittwoch auf der Bettmeralp Kinderklettern statt. Das ist ein fester Bestandteil des Ferien-Abenteuerprogramms. Mit Klettergurt, Seil und Karabinerhaken können schon die Kleinsten auf spielerische Weise verschiedene Kletter- und Seilübungen ausprobieren. Alice und Peter Stucky von der Bergsteigerschule Bettmeralp vermitteln den Kindern dabei Körpergefühl und Selbstvertrauen, wobei sie nicht überfordert werden. Für alle ist das ein Spaß und nebenbei werden Koordinationsfähigkeit und Kondition geschult, wenn man wie Tarzan von Baum zu Baum schwingt oder über ein Seil balanciert.

Sonstiges

Bereits an der Gondelstation Betten gibt es genug Parkplätze, da die Bettmeralp autofrei ist. Die Großkabinenbahnen verkehren von dort aus im 30-Minuten-Takt in der zeit von 8 bis 22 Uhr, am Wochenende sogar bis 23 Uhr. Hotelgäste werden oben von Shuttels abgeholt.